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Das Kollektiv CHAPEAU CLUB

Der Chapeau Club entwickelt seit 2012 immersive Inszenierungen, surreale, partizipative Theaterstücke und extreme Formate, etwa in Form 4-tägiger Performances. 

Hinzu kommen Interventionen im öffentlichen Raum, die sich auf die Traditionen von Fluxus und Dada berufen. Ziel ist eine zeitgenössische Theaterform, die dem Experiment verpflichtet ist und in der die Zuschauenden zu handlungsleitenden Mitspieler:innen des Stücks werden.

Die Produktionen präsentieren sich als ortsspezifische Projekte, in denen Realität in Abstraktion verwandelt wird. Das Ensemble spielt in diesem Sinne häufig an Nicht-Theater-Orten wie Clubs und Musik-Festivals, gestaltet Open-Air Performances und strebt die Überwindung der Kategorien Hoch- und Subkultur an. Die teilnehmenden Künstler:innen operieren in diesen Zusammenhängen als  ‘König:innen’ der mobilen Performances.

Auf diese Weise etabliert das Chapeau Club-Kollektiv ein neues zugängliches Volks- und Stadttheater.

Beispielhaft als herausragende Inszenierungen sind zu nennen: 

“Menschen im Hotel” (2022, Atelierhaus Essen) ist ein immersives, begehbares Theatererlebnis und eine partizipative Performance basierend auf dem gleichnamigen Roman von Vicki Baum. Das Theaterkollektiv “Chapeau Club” überträgt das Werk aus den 1920er Jahren ins Jetzt Der gesamte Spielort wird  parallel über mehrere Stunden bespielt und stellt das Hotel dar. Die Zuschauer:innen gehen eigenständig durch die Räume, bewohnen Zimmer, nehmen an den Aktivitäten des Hotels teil,  sind Gäste oder Personal des Etablissements. Das Publikum erlebt sich selbst als Teil einer verschobenen Realität und gestaltet diese mit: Kunst ist dementsprechend dazu in der Lage, Realität zu transformieren. Lost Places, Variéte-Romantik und Babylon Berlin lassen grüßen.

2021 „Die Suche nach dem goldenen Vlies“, Grugapark Essen und 2022 Bundeskanzleramt Berlin Die absurde Wanderung “Die Suche nach dem goldenen Vlies” ist ein surrealer Open-Air Parcours, die Zuschauer:innen entdecken und bespielen ihr alltägliches Umfeld. Frei nach der Argonautensage treffen Gestalten aus der griechischen Mythologie auf den Chapeau Club Kosmos. Ein intensives Erlebnis aus Theater und Installation, eingebettet in das pittoreske und urbane Setting eines öffentlichen Parks.

Die Performance „Dionysos“ (2021, Revier Südost Berlin, 2019 Fusion-Festival) huldigt in einer surrealen Performance dem Exzess. Drei Theaterstücke in der Tradition der antiken Dionysien werden aufgeführt und vom grausamen Orakel bewertet. Griechische Sagengestalten treffen auf Charaktere eines dadaistischen Varietés in einer Inszenierung, die die gesellschaftliche Rolle ästhetischer Ausdrucksformen in einem berauschenden Moment kollektiver Ekstase zelebriert.

In “10 goldene Tickets” (2020, Ruhr Museum, Essen), fand eine spezifische künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ort, der Zeche Zollverein und ihrer Geschichte statt, an 10 Spielorten wurden parallel laufende Interventionen inszeniert.

“Das digitale Terzett” (2018, Volksbühne Berlin), eine absurde Theaterinszenierung von Talk-Runden zur Digitalisierung auf Konferenzen. 

Die dreiköpfige Leitung des Ensembles versteht sich als Autor:innen, Dramaturg:innen Szenograf:innen und Schauspieler:innen. 

Das bis zu 40 Personen zählende Ensemble setzt sich aus Schauspieler:innen, Amateur:innen und Musiker:innen zusammen.

Magdalena Schnitzler ist Opern- und Schauspielregisseurin und Performerin; sie arbeitet site-specific und hat an verschiedenen Staatstheatern inszeniert, aber auch als Artivistin  u.a. die Massen-Performance 1000 Gestalten entwickelt. Sie arbeitet seit 2012 freischaffend als Theatermacherin an großen Häusern undin der freien Szene.

Marc Nikoleit ist Performance- und New Media Artist und Digitalexperte für Kultureinrichtungen wie die Staatsoper Berlin oder das Staatstheater Saarbrücken, hat die Kunstperformance “1000 Gestalten” miterdacht und -umgesetzt und war 3 Jahre der Head of Socials bei der re:publica.

Simone Bury ist ausgebildete Theaterpädagogin, M.Sc. Psychologin und Kommunikationsassistentin in Gebärdensprache. 

Chapeau Club agiert bundesweit, z.B. Volksbühne Berlin, Ruhr Museum Zollverein, Ringlokschuppen Ruhr, auch deutschlandweit auf Festivals (z.B. Fusion, Garbicz oder 3000°), in der deutschen Clubszene sowie bei netzaktivistischen Formaten (Netzpolitik.org).

Kooperationen:

Future Campus Ruhr, Volksbühne Berlin, Netzpolitik.org, LAFT Berlin, Unframed Festival, Fusion Festival, 3000°Records, Garbicz-Festival, Nation of Gondwana, Meeresrausch-Festival, Sisyphos, Mensch Meier, Flabbergasted Festival, Stadttheater Oberhausen, Schauspielhaus Bochum, Staatstheater am Gärtnerplatz, Ringlokschuppen Mülheim, Neu am See e.V., Wannda e.V., PLATOON Kunsthalle, Prinzenbar & Docks, Kitev Oberhausen, LIGNA, copy&waste, Odonien

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