Der Chapeau Club entwickelt seit 2012 immersive Installationen, surreale, partizipative Theaterstücke und extreme Formate, etwa in Form 4-tägiger Performances. 

Hinzu kommen Interventionen im öffentlichen Raum, die sich auf die Traditionen von Fluxus und Dada berufen. Ziel ist eine Theaterform, die dem Experiment verpflichtet ist und in der die Zuschauenden zu handlungsleitenden Mitspieler:innen des Stücks werden.

Die Produktionen präsentieren sich als ortsspezifische Projekte, in denen Realität in Abstraktion verwandelt wird. Das Ensemble spielt in diesem Sinne häufig an Nicht-Theater-Orten wie Clubs und Musik-Festivals, gestaltet Open-Air Performances und strebt die Überwindung der Kategorien Hoch- und Subkultur an. Die teilnehmenden Künstler:innen operieren in diesen Zusammenhängen als  ‘König:innen’ der mobilen Performances.

Auf diese Weise will das Chapeau Club-Kollektiv ein neues zugängliches Volks- und Stadttheater etablieren. Beispielhaft die Performance “Das digitale Terzett” (2018, Volksbühne Berlin), eine absurde Theaterinszenierung von Talk-Runden zur Digitalisierung auf Konferenzen. 

Das Theaterstück “Dionysos” (2019, Fusion Festival) greift wiederum Motive der griechischen Mythologie auf, um die Ekstase und die Huldigung von Kunst, Kultur und Tanz zu erforschen. 

In “10 goldene Tickets” (2020, Ruhr Museum, Essen), fand dagegen eine vielschichtige  Auseinandersetzung mit dem spezifischen Ort, der Zeche Zollverein und seiner Geschichte statt, über die Inszenierung gleichzeitig laufender Interventionen an 10 unterschiedlichen Orten im Komplex des Ruhr-Museums. 

Die dreiköpfige Leitung des Ensembles versteht sich als Autor:innen, Dramaturg:innen Szenograf:innen und Schauspieler:innen. 

Das bis zu 40 Personen zählende Ensemble setzt sich aus Schauspieler:innen, Amateur:innen und Musiker:innen zusammen.